SEMINARE UND WORKSHOPS


Was tun gegen diskriminierende Strukturen in Institutionen? Wie ermöglichen wir ein Miteinander, in dem Menschen mehr soziale Verantwortung übernehmen möchten?

Diskriminierung gehört zu den grundlegenden Herausforderungen moderner Gesellschaften. Sie äußert sich in der Benachteiligung, Ausgrenzung oder Abwertung von Menschen aufgrund unterschiedlicher Merkmale.

Besonders deutlich wird Diskriminierung in institutionellen Strukturen. Diskriminierendes Verhalten ist dabei nicht immer das Ergebnis bewusster Entscheidungen, sondern entsteht durch stereotype Denkgewohnheiten, gewohnte Routinen oder Praktiken, die als „richtig“ erscheinen, jedoch bestimmte Gruppen systematisch benachteiligen.

Um Diskriminierung wirksam zu bekämpfen, reicht es daher nicht aus, nur individuelles Verhalten zu ändern. Es braucht strukturelle Reformen, Sensibilisierung in Bildung und Verwaltung sowie eine kritische Reflexion darüber, wie Institutionen organisiert sind und wessen Interessen sie fördern. Nur durch den Abbau dieser unsichtbaren Barrieren können gleiche Chancen für alle Menschen in einer pluralen Gesellschaft gewährleistet werden.

In unseren Bildungsprogrammen schaffen wir Räume, in denen der respektvolle Austausch, die eigene Reflexion und die gemeinsame Arbeit an gesellschaftlichen Themen im Mittelpunkt stehen. Wir entwickeln Dialog- und Bildungsformate, die auf die jeweilige Gruppe zugeschnitten sind – sei es in Schulen, Vereinen, Organisationen oder Unternehmen.

  • Wir unterstützen Institutionen, ihre eigenen Strukturen zu hinterfragen und einen gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten.


  • Wir begleiten Schüler*innengruppen in Ganztages-Workshops, bei denen die Vermittlung komplexer Themen wie Diversität, (Nicht-)Zugehörigkeit, Migration, Integration und Identität im Vordergrund steht. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Erwerb von Reflexions- und Diskussionskompetenz.


  • Wir unterstützen Entscheidungsträger*innen bei der Entwicklung geeigneter Gewaltpräventions- und Antidiskriminierungskonzepte für das eigene Unternehmen.


  • Wir entwickeln den passenden Code of Conduct für Unternehmen, Vereine und Institutionen.


Uns ist wichtig, dass alle Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen einbringen können und ein Miteinander entsteht, das von Offenheit und Respekt geprägt ist. Durch praktische Übungen, Gesprächsrunden und kreative Methoden unterstützen wir dabei, neue Perspektiven einzunehmen und konkrete Handlungsstrategien für den Alltag zu entwickeln.

Dabei geht es sowohl um Prävention als auch um Aufarbeitung: Diskriminierung wird nicht nur vorbeugend thematisiert, sondern auch dann, wenn Erfahrungen bereits gemacht wurden – mit dem Ziel, gemeinsam Wege für Veränderung zu finden.

Letztlich zielt all dies darauf ab, gesellschaftliche Strukturen zu hinterfragen, Diskriminierung abzubauen und eine Kultur der Wertschätzung und Gleichberechtigung zu fördern.

Robin Afamefuna Marie Köhler Antidiskriminierung Antirassismus Antisexismus Workshop Vortrag Podium Seminar Kultur Kunst
Robin Afamefuna Marie Köhler Antidiskriminierung Antirassismus Antisexismus Workshop Vortrag Podium Seminar Kultur Kunst

INTERKULTURELLE KOMPETENZ – Weiterbildungsseminar für Mitarbeitende in Institutionen, Agenturen und NGOs“ 

Für Mitarbeitende in Institutionen, Agenturen und NGOs

Thema: Institutionen und Organisationen stehen vor der Aufgabe, Strukturen so zu gestalten, dass Teilhabe für alle Mitarbeitenden diskriminierungsfrei möglich ist. Dieses Seminar zeigt, wie Vielfalt strategisch verankert werden kann, welche Hindernisse bestehen und wie Veränderungsprozesse konkret umgesetzt werden können.

Ansatz: In Kooperation mit geschulten Expert*innen machen wir diskriminierende Strukturen am Arbeitsplatz sichtbar und erörtern gemeinsam mögliche Veränderungsprozesse.

Ziele:

  • Sensibilisierung für Diversität und Förderung eines respektvollen Arbeitsklimas
  • Stärkung institutioneller Verantwortung und Gleichberechtigung
  • Entwicklung diskriminierungskritischer Kommunikations- und Handlungsmöglichkeiten

Weitere Seminare und Workshops:


ANTIDISKRIMINIERUNGSSCHULUNG 

Die Schulung richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Sportvereinen, Kulturinstitutionen, Schulen und Hochschulen. 

 

In der Schulungseinheit werden die Teilnehmenden dahingehend sensibilisiert, mit den unterschiedlichen gesellschaftlichen Differenzkategorien und Diskriminierungsformen umzugehen. Zunächst setzen wir uns mit den unterschiedlichen Diskriminierungsformen auseinander. Reflektieren, was wir schon kennen und wo es noch Lücken gibt. 

 

Diskriminierung entsteht durch eine Kombination aus individuellen Vorurteilen, gesellschaftlichen Stereotypen und institutionalisierten Strukturen. Vorurteile, die oft durch Familie, Medien und soziale Umfelder weitergegeben werden, können zu diskriminierendem Verhalten führen, sowohl bewusst als auch unbewusst. 

 

Gemeinsam erörtern wir, wie diskriminierende Verhaltensweisen durch lang gewachsene Gewohnheiten und Regeln in der Gesellschaft und in uns selbst tief verankert sind und versuchen einzuordnen, wie man sich dessen bewusst wird, um gezielt etwas daran zu verändern. 

 

Auf Basis dieser Überlegungen erhalten die Teilnehmenden am Ende die Möglichkeit, eigenständig zu überlegen, inwiefern es künftig möglich ist, Diskriminierungen entgegenzutreten. Ziel ist es, Toleranz, Offenheit und eine inklusive Haltung zu fördern und damit Werte wie Respekt, Gleichberechtigung und Inklusivität im eigenen Umfeld und darüber hinaus in der Gesellschaft zu stärken. 

 

Unsere Schulungen sensibilisieren die Teilnehmenden nicht nur für das Thema Diskriminierung, sondern lassen Raum, von eigenen Erfahrungen und Beobachtungen zu berichten und diese gemeinsam einzuordnen.

 

 

 

VIELFALT IN DER SCHULE – Diskriminierung erkennen und Handlungsmöglichkeiten entwickeln (Für Lehrer*innen und Schüler*innen)

Reflexion von Rollenbildern und Machtverhältnissen im Schulalltag, Sensibilisierung für diskriminierende Muster und Entwicklung konkreter Strategien für ein respektvolles Miteinander.

Thema: Schule ist ein zentraler Ort, an dem Zugehörigkeit, Rollenbilder und gesellschaftliche Strukturen täglich erlebt und reproduziert werden. Diskriminierende Sprachmuster, stereotype Zuschreibungen und unausgesprochene Erwartungen prägen, wer sich willkommen fühlt und wer ausgeschlossen wird.

Ansatz: Der Workshop verbindet Analyse und Praxis. Gemeinsam mit den Schülerinnen werden Situationen aus dem Schulalltag reflektiert: Sprache im Klassenraum, Bilder und Symbole in Lehrmaterialien, Rollenbilder im Sportunterricht, Zugehörigkeit in Pausenräumen, Umgang mit Social Media. In interaktiven Übungen und Diskussionen wird sichtbar, wie Machtstrukturen wirken und welche Handlungsmöglichkeiten jede/r Einzelne hat, um diskriminierende Routinen zu hinterfragen. Der Workshop wird von pädagogisch geschulten Expert*innen begleitet.

Ziele:

  • Bewusstsein  für Vielfalt und unterschiedliche Lebensrealitäten schaffen
  • Diskriminierende Muster im Schulalltag erkennen und benennen können
  • Dialog und Reflexion zum Umgang mit dem eigenen Content auf Social Media und anderen Internetplattformen
  • Strategien entwickeln, wie ein respektvolles und diskriminierungskritisches Miteinander im Klassenraum und Schulalltag gestaltet werden kann


DIGITALE WELTEN – Diskriminierung und Vielfalt im Netz (Für Lehrer*innen und Schüler*innen)

Auseinandersetzung mit Rassismus, Sexismus und Ausgrenzung in Social Media und Gaming – Stärkung von Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Hate Speech und digitalen Ausschlüssen.

Thema: Jugendliche bewegen sich täglich in unterschiedlichen sozialen Medien, Gaming-Communities und digitalen Räumen. Dort begegnen ihnen diskriminierende Sprache, stereotype Bilderwelten und Ausgrenzung – oft „als Spaß“ getarnt.

Ansatz: Anhand von Beispielen aus Social Media, Chats und Games reflektieren wir gemeinsam, wie Rassismus, Sexismus und andere Diskriminierungsformen digital wirken. Mit kreativen Methoden und Rollenspielen werden Situationen nachgestellt und alternative Reaktionsmöglichkeiten ausprobiert. Der Workshop schafft einen Raum, in dem Schülerinnen ihre eigenen Erfahrungen einbringen und Strategien für einen respektvollen Umgang online entwickeln können. Der Workshop wird von pädagogisch geschulten Expertinnen begleitet.

Ziele:

  • Digitale Diskriminierung erkennen und kritisch einordnen
  • Eigene Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Hate Speech und Ausgrenzung entwickeln
  • Verständnis fördern, wie digitale Räume Zugehörigkeit und Vielfalt fördern, aber auch einschränken können.

GRENZEN ACHTEN / DISKRIMINIERUNG ERKENNEN Präventive Schutzkonzepte  und Sensibilisierungsschulungen gegen Gewalt im Kinder- und Jugendfußballsport 

(für Schulen, Vereine, Jugendeinrichtungen - Für Kinder- und Jugendliche - Für Eltern, Trainer*innen, Funktionäre und alle anderen Akteur*innen im Fußballsport) 


Thema:
Gewalt im Kinder- und Jugendfußball ist kein Einzelfall, sondern ein wiederkehrendes und vor allem strukturelles Problem. Seit Jahren existieren gewaltvolle Grenzverletzungen, die über respektloses Verhalten hinausgehen und systematischen Machtmissbrauch einschließen, und kaum jemand redet darüber, da die Gewalterfahrung von Kindern und Jugendlichen gerade im Fußballsport nach wie vor ein großes Tabuthema ist. 

Diskriminierende Strukturen, Ungleichgewichte in der Machtstruktur, schaffen Abhängigkeiten und Gewaltdynamiken, die oft unbemerkt bleiben, weil Sensibilisierung, Aufklärung und eine professionelle Prävention dafür fehlen.

Fußballvereine sind nicht immer sichere Orte für Kinder und Jugendliche. Scham- und Angstgefühle, gezielte Manipulationen und schrittweise Grenzüberschreitungen gehören zu den wiederkehrenden Mustern. Mobbing, Manipulation, sexueller Missbrauch, rassistische, sexistische und homophobe Gewalt sowie sexualisierte Berührungen und Vergewaltigungsvorwürfe kommen zu oft vor.

Hierarchien in Vereinen schützen Täterinnen und Täter, während der Schutz von Kindern und Jugendlichen häufig unzureichend gewährleistet ist. Klubs und Verbände wirken oft überfordert, wenn es um Prävention, Aufklärung und Aufarbeitung geht. Die Diskrepanz zwischen den Zielen der Jugendlichen – Spaß am Spiel, soziale Kontakte, sportliche Weiterentwicklung – und den Machtstrukturen der Erwachsenen (Funktionäre, Trainer*innen, Eltern) begünstigt Übergriffe und Missbrauch.


Ansatz:
Anhand konkreter Alltagssituationen aus Schule, Verein und Freizeit reflektieren wir, wann Verhalten Grenzen überschreitet und welche Handlungsmöglichkeiten Betroffene sowie Erwachsene haben. Wir besprechen Meldeketten, Anlaufstellen und entwickeln gemeinsam präventive Maßnahmen. Austausch, Übungen und Diskussion schaffen einen geschützten Raum, in dem Betroffene gestärkt und Verantwortliche sensibilisiert werden.

Ziele:

  • Was ist Diskriminierung? - Einordnung des Begriffes
  • Grenzverletzungen klar erkennen und einordnen können
  • Jugendliche befähigen, eigene Grenzen wahrzunehmen und zu kommunizieren
  • Wissen über Hilfsangebote und Anlaufstellen vermitteln
  • Präventive Schutzkonzepte gemeinsam mit allen Akteur*innen entwickeln 


Zusätzlich zu unserem Seminarangebot für Vereine, bieten wir gezielt Workshopprogramme an, an denen ausschließlich Kinder und Jugendliche teilnehmen dürfen. Diese werden von geschultem pädagogischen Fachpersonal begleitet.

Offener Raum für Dialog und Austausch über die Möglichkeiten moderne Männlichkeit neu zu denken
(Workshop nur für Jungs) 

Welche Schwierigkeiten begegnen heute heranwachsenden Jungs, womit haben sie zu kämpfen, wovon träumen sie und wie stellen sie sich konkret die Welt der Zukunft vor? Dieser Workshop gibt heranwachsenden Jungs und jungen Männern die Möglichkeit, sich mit der Frage nach moderner Männlichkeit offen und sensibel auseinanderzusetzen. In diesem Workshop werden Impulse vermittelt, welche Alternativen geschaffen werden können, um alte Denkmuster und ungesunde Verhaltensweisen aufzubrechen.


IDENTITÄT IM PATRIARCHAT - Moderne “Männlichkeit” (für Schulen, Sportvereine)

Thema: „Männlichkeit“ wird in Schule, Sport, Freizeit und Medien oft über Stärke, Leistungsfähigkeit, Konkurrenz und Abgrenzung definiert. Dieses Seminar setzt genau dort an und macht sichtbar, wie patriarchale Strukturen und toxische Muster wirken. Männlichkeit neu zu denken heißt auch, Machtverhältnisse und Rollenbilder zu hinterfragen – und dabei nicht das eigene Identitätsverständnis ins Wanken geraten zu lassen.

Ansatz: Im Seminar nutzen wir konkrete Beispiele aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, stellen wissenschaftliche Perspektiven vor und beziehen persönliche Erfahrungswelten der Teilnehmenden mit ein. Durch offene Diskussionen und gemeinsame Reflexion entsteht ein Raum, in dem Routinen und Denkmuster hinterfragt werden, um gemeinsam neue Denk- und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Ziele: 

  • Patriarchale Strukturen kritisch erkennen
  • Alternative Formen von „Männlichkeit“ entwickeln
  • Verantwortung für ein respektvolles Miteinander im eigenen Umfeld übernehmen 
Robin Afamefuna Marie Köhler Antidiskriminierung Antirassismus Antisexismus Workshop Vortrag Podium Seminar Kultur Kunst

SPRACHE - BILDER - SYMBOLE - Antirassismus-Seminar Alltagsrassismus und koloniale Kontinuitäten erkennen

Thema: Sprache, Bilder und Symbole erscheinen oft neutral und frei von Diskriminierung – tatsächlich transportieren sie stereotype Denkmuster und tragen zu ungerechten Machtverhältnissen bei. Dieses Seminar macht sichtbar, wie Begriffe, Gestaltungsweisen und Symbolik im Alltag sowie in Institutionen wie Schulen, Hochschulen oder Vereinen bis heute koloniale und rassistische Strukturen fortschreiben. Ziel ist es, diese Mechanismen kritisch zu hinterfragen und neue Ausdrucksformen zu entwickeln, die Vielfalt respektieren und Teilhabe ermöglichen.

Schwerpunkte:

  • Sprache als Werkzeug der Macht erkennen: diskriminierende Begriffe, subtile Abwertungen und „gut gemeinte“ Formulierungen identifizieren und verlernen
  • Symbole und Bilder im öffentlichen Raum sichtbar machen: koloniale Kontinuitäten, Exotisierung und Stereotypisierung erkennen und verlernen


Ansatz: Das Seminar verbindet kritische Analysen mit kreativen Methoden. Beispiele aus Medien, Werbung sowie Schul- und Vereinskontexten werden gemeinsam untersucht, reflektiert und neu gedacht. Durch Austausch, Diskussion und gestalterische Ansätze entsteht ein Raum, in dem neue Handlungsmöglichkeiten entwickelt und ausprobiert werden.

Ziele:

  • Bewusstsein für die Macht von Sprache, Bildern und Symbolen entwickeln
  • Diskriminierende Kontinuitäten im eigenen Umfeld erkennen
  • Impulse erhalten, diese Strukturen eigenständig zu verändern



KRITISCHES WEIßSEIN - Antirassismus-Seminar zu Kritischem Weißsein für weiße oder weiß gelesene Menschen

Thema: Dieses Seminar richtet sich an weiße Menschen, die in ihrem Alltag nicht durch Rassismuserfahrungen benachteiligt werden und lernen möchten, die eigene Position kritisch zu hinterfragen und einzuordnen.

Ansatz: Das Seminar bietet einen Raum, um anhand verschiedener Methoden und Praktiken das eigene Denken und Handeln sowie dessen Verstrickung in gesellschaftliche Machtstrukturen zu reflektieren.

Ziele: 

  • Diskriminierende Verhaltensweisen und subtile Abwertungen erkennen
  • Einfluss von Sprache im Arbeitsumfeld kritisch einordnen
  • Eigene Position im Machtgefüge reflektieren und Verantwortung übernehmen



Robin Afamefuna Marie Köhler Antidiskriminierung Antirassismus Antisexismus Workshop Vortrag Podium Seminar Kultur Kunst