ROBIN UND MARIE

Robin Afamefuna Marie Köhler Antidiskriminierung Antirassismus Antisexismus Workshop Vortrag Podium Seminar Kultur Kunst
Robin Afamefuna Marie Köhler Antidiskriminierung Antirassismus Antisexismus Workshop Vortrag Podium Seminar Kultur Kunst
Robin Afamefuna Marie Köhler Antidiskriminierung Antirassismus Antisexismus Workshop Vortrag Podium Seminar Kultur Kunst

Als wir, Robin Afamefuna und Marie Köhler, uns begegneten, haben wir schnell gemerkt: Fußball und Kunst wirken zwar wie zwei völlig verschiedene Welten – im Kern beschäftigen uns gesellschaftlich jedoch dieselben Fragen. Wie wirken Machtstrukturen? Wo entstehen Ausgrenzungen? Und was braucht es, um Räume zu schaffen, in denen alle Menschen teilhaben können?

Beide forschen wir zu gesellschaftlichen Themen, die sich mit unterschiedlichen Diskriminierungsformen, mit Fragen nach Zugehörigkeit, mit stereotypen Denk- und Verhaltensmustern und mit strukturellen Machtverhältnissen auseinandersetzen.

– Robin als Profifußballer, Kulturanthropologe und Referent, Marie als Medienkünstlerin, Kuratorin und Dozentin. 

Robin bringt Erfahrungen aus dem Fußballalltag und seiner wissenschaftlichen Arbeit zu Sexismus, Rassismus, Leistungsdruck und patriarchalen Rollenbildern mit. In seiner Forschung stellt er die Frage, was moderne Männlichkeit für vor allem junge Menschen heute sein könnte – und wie sich Männlichkeit getrennt von patriarchalen Strukturen neu denken lässt, jenseits alter Muster, Denkmechanismen und Machtgefüge.

Marie untersucht in ihrer künstlerischen Forschung koloniale und rassistische Strukturen sowie subtile Dominanzverhältnisse in unserer Gesellschaft. In ihrer Promotion an der Bauhaus-Universität Weimar hinterfragt sie normierte ästhetische Gestaltungspraktiken und untersucht alternative, dekoloniale und machtkritische Lehrmethoden.

Betroffen von Sexismus (Marie), Rassismus (Robin) und Klassismus (Marie und Robin) sprechen wir aus unterschiedlichen Erfahrungspositionen zueinander – und zugleich aus einer forschenden, reflektierten Haltung heraus im gemeinsamen Austausch.

Dadurch entstehen zwei Blickwinkel, die sich gegenseitig ergänzen: aus einer privilegierten, aber auch marginalisierten Position heraus kritisch zu forschen und gleichzeitig die erlebte Realität der jeweils anderen Seite ernst zu nehmen.

Uns verbindet, dass wir unsere Privilegien kritisch reflektieren und daraus Verantwortung übernehmen – nicht, indem wir für die jeweils andere Person sprechen, sondern indem wir Räume schaffen, in denen ein voneinander Lernen und Verlernen möglich ist.

Wir leben und arbeiten zusammen in Köln.

Wir haben uns entschieden, mit unserem Wissen und unserer Erfahrung zusammenzuarbeiten und Programme zu entwickeln, die wir seit einiger Zeit gemeinsam Unternehmen, Vereinen, Schulen und Einzelpersonen anbieten. In Podien, Vorträgen, Workshops und Seminaren öffnen wir Räume für Austausch, Reflexion und gemeinsames Handeln – mit dem Ziel, Diskriminierung nicht nur zu erkennen, sondern aktiv abzubauen und neue Formen eines solidarischen Miteinanders zu entwickeln.

Robin Afamefuna Marie Köhler Antidiskriminierung Antirassismus Antisexismus Workshop Vortrag Podium Seminar Kultur Kunst

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht für uns die Förderung eines kritischen, verantwortungsbewussten Denkens und Handelns.

REFERENZEN (AUSWAHL):


11 Freunde, Aachener Zeitung, AfricologneFESTIVAL Köln, Auswärtiges Amt, Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Bauhaus Universität Weimar, Bezirksregierung Arnsberg, Berufskolleg Bonn-Duisdorf, Borussia Mönchengladbach, Deutsche Akademie für Fußballkultur, Deutscher Fußball-Bund, Folkwang Universität der Künste Essen, Fachhochschule Dortmund, Fußball gegen Sexismus, Goethe-Institut, Greenhills-Academie Ruanda, Hochschule Düsseldorf, Hochschule Heilbronn, Hochschule für bildende Künste in Hamburg, Kabawil e.V. Düsseldorf, Kölnisches Stadtmuseum, Kulturamt Köln, Kulturreferat München, Kunsthochschule Kumasi Ghana, Kunstverein Ravensburg, Mieterverein Köln, Minister-Stein-Schule Dortmund, Museum Fünf Kontinente München, Rautenstrauch-Joest Museum Köln, Rathaus Attendorn, Realschule am Kreuzberg Netphen, Sikilik Afrika, Westdeutscher Rundfunk, Z-Bau-Haus für Gegenwartskultur, Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs. 

ROBIN AFAMEFUNA

Robin Afamefuna Marie Köhler Antidiskriminierung Antirassismus Antisexismus Workshop Vortrag Podium Seminar Kultur Kunst

Robin Afamefuna ist Profifußballer bei Fortuna Köln in der 3. Liga und Kapitän der ersten Mannschaft. Neben seiner sportlichen Karriere ist er Kulturanthropologe mit einem Masterabschluss in Transkulturellen Studien von der Universität Bonn. Aktuell promoviert er an der Ruhr-Universität Bochum in Soziologie.

In seinem Forschungsschwerpunkt befasst er sich unter anderem mit Sexismus und sexualisierter Gewalt im Fußball, insbesondere mit Fokus auf den Erfahrungen von Frauen und weiblich-gelesenen Menschen im Profi- und Amateurbereich. Seine wissenschaftliche Arbeit ergänzt Robin durch sein eigenes Erfahrungswissen aus dem Fußballalltag – er kennt die Strukturen nicht nur von außen, sondern lebt und erfährt sie selbst als aktiver Spieler.

Als Referent engagiert er sich bundesweit für Antidiskriminierung und gegen Rassismus – in Bildungsinstitutionen, bei Fachkonferenzen und im Kulturbereich. Er spricht über Themen wie diskriminierungsfreie Räume im Sport, patriarchale Männlichkeitsbilder, mentale Gesundheit und soziale Verantwortung. Sein Ziel ist es, gesellschaftliche Themen leichter zugänglich zu machen – besonders für junge Menschen, die in komplexen gesellschaftlichen Strukturen und angesichts aktueller Weltgeschehnisse oft überfordert scheinen.

Mit seiner abgeschlossenen Trainer-C-Lizenz bringt Robin zudem praktische Erfahrung in der Jugendförderung mit. Er kennt die Herausforderungen im Leistungs- und Breitensport sowohl aus Sicht des Spielers als auch aus der Perspektive des Trainers – und nutzt diese Einblicke, um konkrete Veränderungsimpulse zu setzen, insbesondere im Umgang mit jungen Spieler*innen.

Robin ist Teil verschiedener zivilgesellschaftlicher Projekte. In unterschiedlichen Initiativen bringt er seine Expertise ein, wenn es um den Zugang zu diskriminierungsfreier Teilhabe, faire Chancen und strukturelle Gerechtigkeit geht.


Studium 

Seit 2026
Promotion an der Ruhr-Universität Bochum in Soziologie zum Thema
"Geschlechterbezogene Machtverhältnisse und Sexismus im deutschen Fußball"
Schwerpunkte: Sexismus, Geschlechterrollen und kritische Männlichkeitsforschung im Profifußball

2021 – 2024
Master Transkulturelle Studien / Kulturanthropologie, Universität Bonn 

  • Masterarbeit: Sexismuserfahrungen von Schiedsrichterinnen im deutschen Amateurfußball
  • Abschluss: Master of Arts


2016 – 2019
Bachelor Global Development Studies, University of Virginia (USA)

Vollstipendiat: Michael W. Rogers Endowed Scholarship

  • Bachelorarbeit: Institutionelle Rassismusmuster im Erleben von College-Athleten
  • Abschluss: Bachelor of Arts

 

Werdegang

Seit 2025 - Referent für Intersektionalität & rassismuskritische Bildungsarbeit, an Schulen, Berufskollegs, Universitäten und bei Bildungsfestivals
 

Seit 2025 - Projektkooperation mit dem Mieterverein Köln zur diskriminierungsfreien Wohnungsvergabe

Seit 2024 - Podiumsteilnahmen und Impulsvorträge zu Themen wie Rassismus, Sexismus und kritischer Männlichkeit im Sport und in der Gesellschaft (u. a. „Meet the Ref“, „König*in Fußball – Fachtage zu Fußballkultur, Politik & Gesellschaft“)

Seit 2024 - Profifußballer und Mannschaftskapitän, S.C. Fortuna Köln (3. Liga)

Seit 2021 - Forschung zu Diskriminierung im Sport und in gesellschaftlichen Strukturen

MARIE KÖHLER

Robin Afamefuna Marie Köhler Antidiskriminierung Antirassismus Antisexismus Workshop Vortrag Podium Seminar Kultur Kunst

Marie Köhler ist Medienkünstlerin, Kuratorin und Dozentin aus Köln. In ihrer künstlerischen und theoretischen Arbeit setzt sie sich mit kolonialen und rassistischen Strukturen sowie mit subtilen Dominanzverhältnissen in unserer Gesellschaft auseinander.

In den letzten Jahren bewegt sie sich zwischen tradierten Kunstsparten und fokussiert sich auf das Verhältnis zwischen Europa und Afrika. Ihre Arbeit ist geprägt von Kooperationen, gemeinsamen Projekten und einem regen Austausch mit Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Gesellschaften mit diversen Hintergründen und kulturellen Prägungen. Der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Praxis liegt auf dem „weißen Held*innenkomplex“ und der Sichtbarmachung eines bislang historisch und politisch unterrepräsentierten Kapitels der deutschen Kolonialgeschichte – und seiner Gegenwart.

Seit 2019 unterrichtet Marie Köhler an verschiedenen Hochschulen, darunter an der Folkwang Universität der Künste in Essen, an der Fachhochschule Dortmund (Fachbereich Design), an der Peter-Behrens-Schule – Hochschule Düsseldorf sowie an der Bauhaus-Universität Weimar. Aktuell ist sie im vierten Semester als Dozentin am Humanwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln tätig. Ihr Lehrgebiet umfasst eine disziplinüberschreitende künstlerisch-mediale Praxis und Theorie, mit Fokus auf Fotografie, Film, interdisziplinäre Medien, Rauminszenierungen und Ausstellungskuration.

Im Winter 2023 begann sie an der Bauhaus-Universität Weimar mit ihrer Promotion. Ihr Promotionsvorhaben hinterfragt ästhetische Praktiken und Methoden in der Lehre gestaltungsrelevanter und frei-künstlerischer Studiengänge in Deutschland, die nach ihrer These häufig zu Stereotypenbildung, hegemonialen Erzählweisen und zur Stabilisierung bestehender Machtstrukturen beitragen. Ziel ist es, die Vermittlung traditioneller Bildpraktiken aus einer gender-, machtkritischen und dekolonisierenden Perspektive zu überprüfen und zu reformieren.

Im April 2025 wurde sie als Stipendiatin in die Graduiertenförderung des Landes Thüringen aufgenommen.


Studium

Seit 2023 - PhD-Studium Kunst und Gestaltung, Bauhaus-Universität Weimar
2014 – 2017 - Diplomstudium Mediale Künste, Kunsthochschule für Medien Köln
2011 – 2014 - Masterstudium Fotografie, Fachhochschule Dortmund
2007 – 2010 - Studium Fotografie, Fachhochschule Dortmund

Werdegang

April 2025
Promotionsstipendiatin, Graduiertenförderung des Landes Thüringen

November 2024
Ankauf des Fotografieprojekts Mach dir ein Bild durch das Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln

Seit 2024 - Kultur- und Medienmanagement 


Seit 2023 - Pädagogische Fachkraft im Schul- und Förderschulbereich
Kinder- und Jugendbildung im Bezug auf Antidiskriminierung und Awareness

Seit 2023 - Lehrauftrag, Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Künstlerische Forschung im Bereich der Medienkunst

Seit 2019 - Lehrauftrag, Hochschule Düsseldorf, Fachbereich Design, Bewegtbild und Ton

2022 – 2023 - Lehrauftrag, Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Design, Fotografie

2021 – 2022 - Lehrauftrag, Folkwang Universität der Künste Essen, Fachbereich Gestaltung, Interdisziplinäre Medien

Seit 2016 - Berufenes Mitglied, Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh, GT)

Seit 2014 - Schirmherrschaft, Deutsche und Ruandische UNESCO-Kommission, Kunst und Bildungsprojekt Mach dir ein Bild

Seit 2014 - Vorträge und Podiumsdiskussionen im Rahmen eigener Projekte

Seit 2013 - Fernsehbeiträge, Hörfunkbeiträge und Bildstrecken

Seit 2012 - Projektförderungen: Goethe-Institut, Bezirksregierung Arnsberg, Auswärtiges Amt, Studienstiftung des deutschen Volkes, Kulturamt Köln, Kulturreferat München, Bezirksausschuss München, Ministerium für Kunst, Kultur und Wissenschaft NRW


Seit 2011 - Eigene Katalog- und Bildbandveröffentlichungen im u.a. Kettlerverlag
 

Seit 2009 - Ausstellungen, national und international

Seit 2006 - Aufträge für nationale und internationale Magazine, Werbeagenturen sowie Kultureinrichtungen (Theater, Museen)

Robin Afamefuna Marie Köhler Antidiskriminierung Antirassismus Antisexismus Workshop Vortrag Podium Seminar Kultur Kunst